Einbrecher, was tun? Wichtig ist ein durchdachter Schutz vor Einbrechern

Jede Minute wird in Deutschland irgendwo ein Einbruch verübt. Gerade in der Ferienzeit, d.h. im Sommer oder im Herbst stellt sich für viele Urlauber die Frage nach dem richtigen Schutz vor einem Einbruch. Mittlerweile erfolgt in Deutschland ein Einbruch alle dreieinhalb Minuten und erfordert gerade in bestimmten Städten und Regionen schnelles handeln. Andernfalls ist die Heimkehr aus dem erholsamen Urlaub vielleicht mit einem bösen Erwachen gekennzeichnet. Es heißt also Entweder sich wor Einbrechern schützen oder Einbrecher abschrecken. Wichtig ist, sich zuerst die Folgenden Fragen klar zu machen:

  • wie gehen Einbrecher vor? Viele Einbrecher gelangen über die Terrasse oder über eines der (gekippten) Fenster in die Wohnung, nicht selten stellt auch die Tür einen Schwachpunkt dar. Sicherheitsvorrichtungen wie Sicherungen an den Fenstern und Türen halten in vielen Fällen Enbrecher auf und sollten daher unbedingt angeschafft werden.
  • Was suchen Einbrecher? Einbrecher suchen zunächst Wertsachen und Geld. Einbrecher fragen sich deswegen zuerst, wo lohnt sich ein Einbruch? Häuser und Wohnungen, die schon von Weitem den Anschein erwecken, dass hier etwas zu holen ist, sind deswegen attraktiver.
  • Wo suchen Einbrecher? Einbrecher suchen meist im Schlafzimmer und in der Küche. Wer also denkt, im Kleiderschrank zwischen Kleidungsstücken oder in der Zuckerdose seien die Ersparnisse sicher, der liegt volkommen falsch: Denn genau hier und im Mantel und in Jacken an der Garderobe suchen Einbrecher in der Regel als Erstes.
  • Was schreckt Einbrecher ab? Einbrecher werden abgeschreckt durch Bewohner, Alarmanlagen, Hunde und eine wache Nachbarschaft. Sieht ein Haus eher so aus, als ob die Hausbewohner gerade im Urlaub sind, ist das Haus prädesitiniert für einen Einbruch. Mit elektrisch Bedienbaren Rolläden und Lampen, die per Zeitschaltuhr gesteuert werden, suggeriert man potentiellen Einbrechern, dass jemand im Haus ist. Mit heruntergezogenen Rolläden über eine längere Zeit, zeigt man dafür eindeutig, dass niemand zu Hause ist.
  • Wie schütze ich mein Haus vor Einbrechern? Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar sehr nützliche Produkte zum Schutz vor Einbrechern vorstellen:

 

Wichtigster Schutz vor Einbrechern: Sichern Sie Ihre Fenster

Vor allem alte Fenster müssen gar nicht eingeschlagen werden, sondern werden von professionellen Einbrechern ganz leise mit einem Schraubenzieher ausgehebelt. Im Gegensatz zu den bekannten Krimiserien möchten Einbrecher unbedingt Lärm vermeiden und geben sehr schnell auf, wenn ihr Ziel zu gut gesichert ist. Abhilfe schaffen hier abschliessbare Fenstergriffe. Es gibt auch spezielle Fenster und Terrassentüren, die als einbruchshemmend gelten und mit einem „vds“-Siegel gekennzeichnet werden. Zum einen können einbruchshemmende Türen und Fenster nicht so schnell und einfach geöffnet werden, zum anderen ist ein gewaltsames Öffnen mit viel Lärm verbunden, welcher die Diebe abschreckt. Rollladen tragen ebenfalls dazu bei, einen Einbruch schwieriger zu gestalten und sind an entsprechenden Siegeln erkennbar. Mit solchen Rollladen ist die Wohnung vor allem im Urlaub wesentlich besser geschützt. Statistisch gesehen halten Einbrecher sich nicht länger als 5 Minuten bei einem Einbruchsversuch auf, gelingt dieser in einem solchen Zeitfenster nicht, ziehen die Einbrecher schnell weiter zum nächsten Haus. Auch Alarmfenstergriffe sind hilfreich gegen Einbrecher, sie verhindern zwar nicht zwangsläufig einen Einbruch, jedoch schlagen Sie Alarm, wenn sich jemand unberechtigt an einem Fenster zu schaffen macht.

Absicherung der Wohnungs- und Garagentür

Mittlerweile ist es bekannt, dass die Wohnungstür beim Verlassen der eigenen vier Wände stets abgeschlossen werden muss. Schließlich möchte niemand durch eine solche Nachlässigkeit den Versicherungsschutz verlieren. Das doppelte abschließen der Haustür reicht aber in oft nicht aus, sodass Sie eventuell über weitere Sicherheitsvorkehrungen nachdenken sollten. Mit dem „Klopftest“ ist beispielsweise einfach zu erkennen, ob eine Tür nicht sicher ist und schnell von Einbrechern aus überwunden wird, außerdem sollten Sie überprüfen, ob die Tür leicht aus den Angeln zu heben ist. Bei diesem Test sollte die Tür nicht hohl klingen – klingt sie hohl, schützen gerade Querriegelschlösser und Zusatzschlösser mit einem Sperrbügel besonders gut. Ein sehr gutes Beispiel für eher einfach zu überwindende Türen sind die einfachen Holztüren, welche auch zwischen den Räumen verwendet werden. Solche Türen sind bei vielen Mehrfamilienhäusern immer noch im Einsatz und bieten nur unzureichenden Schutz vor Einbruchsversuchen – gerade, da sich in Mehrfamilienhäusern schnell unbefugte Personen Zutritt zum Haus verschaffen. Eine zusätzlich gesicherte Tür erhöht somit die Chancen, dass der Einbruchsversuch bei einem Versuch bleibt.

Eine weitere Sicherheitslücke stellt in vielen Fällen die Garage dar. Eine elektronische Garage wird ohne eine zusätzliche Einbruchssicherung sehr schnell überwunden. Dies stellt vor allem dann ein Problem dar, wenn die Verbindungstür zum Haus schlecht gesichert – oder vielleicht auch gar nicht geschlossen wurde. Es muss nicht direkt eine professionelle Alarmanlage sein, allerdings stellt die Garage genau wie die Türen und Fenster häufig eine erhebliche Sicherheitslücke dar.

Beleuchtung schützt vor Einbrechern

Bewegungsmelder an der Einfahrt und vor der Haustür sind nicht nur praktisch, um den eigenen Schlüssel zu finden oder um die Ankunft der Katze anzuzeigen. Licht schreckt Einbrecher ab und unbeleuchtete Hinterhöfe, hinter Hecken verborgene Terrassentüren und andere lichtfreie Zonen locken an und lassen die eigenen vier Wände schnell zum Ziel von Einbrechern werden. Der Schutz durch Bewegungsmelder hat sich somit bewährt, sodass diese einfach anzubringende Option gerade bei Einfamilienhäusern und bei Wohnungen im Erdgeschoss empfehlenswert ist. Auch Zeitschaltuhren helfen gegen den Schutz vor Einbrechern, in dem Sie Bösewichten suggerieren, es seien Bewohner im Haus. Hier finden Sie Leuchten für den Aussenbereich.

Für den Schutz höher gelegener Wohnungen ist es auch wichtig, die vielen Kletterhilfen rund um das Haus zu beseitigen. Besonders beliebt sind in diesem Fall Mülltonnen, Hecken oder Efeu, an denen auch nicht akrobatisch veranlagte Langfinger Zugang zum Haus erhalten. In Kombination mit Rollladen vor den Fenstern und generell mit einbruchshemmenden Fenstern ist die Wohnung dann schon deutlich besser geschützt.

Der Einsatz einer Alarmanlage

Die bereits vorgestellten mechanischen Möglichkeiten zum Schutz von Türen und Fenstern werden nach Bedarf durch elektronische Maßnahmen ergänzt. Eine Alarmanlage ist inzwischen für rund 1.500 bis 2.000 Euro zu haben, zumindest wenn ein Fachmann beim Einbau zu Hilfe gerufen wird. Ohne einen Profi können Fehlalarme nicht so gut ausgeschlossen werden, außerdem ist eine möglichst passende Alarmanlage immer noch von Haus zu Haus verschieden und muss deshalb oft ein wenig angepasst werden. Alarmanlagen sorgen für wesentlich weniger Erfolg bei den Einbrechern, da Lärm und Lichtsignale beim Diebstahl stören und oftmals den Einbrecher verjagen. Damit die Alarmanlage nicht bei jedem Kaninchen anschlägt, ist die Beratung durch einen Fachmann von so großer Bedeutung und sollte nicht unterschätzt werden. Übrigens: Vorsicht mit Kameras! Diese dürfen nur das eigene Grundstück erfassen und sich nicht auf die Nachbarn oder die Passanten richten, um deren Schutz nach Privatsphäre nicht zu verletzen. Attrappen hingegen stellen keine ordentliche Lösung dar, da auch unerfahrene Langfinger diese sofort erkennen können.

Zusammenfassend bedeutet der Schutz vor Einbrechern, dass verschiedene mechanische und nach Wunsch auch elektronische Maßnahmen miteinander verbunden werden können. Um einen Einbruch zu verhindern sollten aber zuerst einmal offensichtliche Schwachstellen wie gekippte Fenster, nicht abgeschlossene Türen und einfach zu überwindende Garagen ausgemerzt werden. Mit guten mechanischen Vorrichtungen an den Türen und Fenstern sind viele Wohnungen und Häuser schon besser geschützt, ebenfalls sinnvoll ist der Einsatz von Bewegungsmeldern oder einer zum Haus passenden Alarmanlage.